Texte zu den Themen Yoga, Spiritualität und Gesundheit

Innere und äußere Schönheit

Schönheit wird in der westlichen Gesellschaft meistens mit Äußerlichkeiten wie zum Beispiel Make up oder OPs assoziiert. Neben materiellen Dingen zählt dies als Maßstab für Erfolg bei vielen Menschen. In meiner Jugend bin ich auch diesen Vorgaben hinterhergeeifert ohne zu reflektieren was ich dabei mir antue. Denn ist Schönheit wirklich nur das perfekte Make up oder der weitverbreitete Schlankheitswahn? Wahre Schönheit ist doch viel mehr, nämlich das Leuchten der Seele von Innen nach Außen. Es ist viel entscheidender ein authentisches und gesundes Leben zu führen als sich die Lippen aufspritzen zu lassen oder krampfhaft Kalorien zu zählen, nur um sich den Standards der Gesellschaft zu unterwerfen.  Da früher oder später die gesamte Lebensführung sichtbar wird, kann man die Folgen davon auch nicht mit einem teuren Lippenstift überdecken. Es ist viel mehr so, dass ein selbstbestimmtes glückliches Leben auch zu innerer Schönheit führt - finde ich zumindest. Perfektion im Außen ist also nicht das Ziel, sondern ein Leben in Freiheit, Freude und im Harmonie mit dem Universum. Und so ganz nebenbei erwähnt, wenn ich gesund lebe, Sport mache und Yoga übe, dann habe ich als Nebeneffekt auch einen schönen und schlanken Körper ;-)!


Ahimsa - Gewaltlosigkeit

Ahimsa bedeutet soviel wie Gewaltlosigkeit und ist eine der fünf Yamas, den fünf yogischen Geboten bezüglich des Umgangs mit anderen Menschen. Neben Ahimsa gehören dazu Satya (Wahrhaftigkeit), Astheya (Nicht stehlen), Aparihgraha (Nicht annehmen von Geschenken) und Bramahcharya (Selbstbeherrschung).

Ahimsa hilft uns Liebe und Vollkommenheit und inneren Frieden zu erlangen. Durch den Gebrauch von Ahimsa entwickeln wir innere Stärke, wenn wir uns darin üben gewaltfrei mit unserer Umwelt umzugehen. Wir wiederstehen dem Drang nach Vergeltung.

Es gibt verschiedene Formen von Ahimsa, vor allem auch subtile und indirekte Formen. Neben direkter körperlicher Gewaltausübung zb. mit der Hand oder einer Waffe kann man auch mit dem Mund Gewalt ausüben, nämlich mittels des gesprochenen Wortes. Um in Frieden zu bleiben, muss man sich auch dem enthalten. Verlockungen und Prüfungen gibt es im Alltag immer wieder zb. wenn man beleidigt wird und man sich rächen möchte. Zu groß ist doch die Versuchung dem nachzugeben. Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich nicht wehren oder selbst behaupten soll. Abgrenzung und innere Stärke kann man angemessen ausdrücken. Du kannst dich schützen ohne den anderen körperlich oder verbal zu schaden. Wenn Du innere Stärke und Frieden ausstrahlst ist es möglich, dass solche Situationen gar nicht mehr so häufig eintreten. Spreche in jedem Fall freundliche Worte und denke positiv. Sei mitfühlend. Deine Mitmenschen sind letztendlich genau wie du auch Wesen die Freude anstreben und Leid vermeiden wollen.

Zu Ahimsa gehört auch der Vegetarismus. Wenn ein Stück Fleisch auf dem Teller liegt, dann trägt das indirekt zur Gewaltausübung bei.

Ahimsa läßt sich auch in der Politik finden. Ghandi und Martin Luther King sind Beispiele dafür und können als Vorbilder dienen, denen ihnen ging es darum Unterdrückung und Bürgerkriege zu vermeiden.

Wiederstehe dem Impuls gewalttätig in irgendeiner Form zu handeln oder zu denken. So entwickelst du einen tugenhaften Charakter.


Yoga bei Angst

Heutzutage gehören Angsterkrankungen zu den Volkskrankheiten. Bauchschmerzen, verspannte Schultern, Schwindel und ein flacher Atem sind die dazugehörigen Symptome. Spürbar ist auch ein Kontrahieren im Brust- und Kehlbereich. Es kann sogar soweit gehen, dass die Angst den Alltag beherrscht und die Lebensfreude nimmt.

Sinnvoll ist es zunächst sich die Angst bewusst einzugestehen und zu lernen mit ihr umzugehen. Dem Gefühl von Machtlosigkeit läßt sich etwas entgegensetzen, sodass mehr Zuversicht und Kreativität ins Leben fließen kann, denn beide wurden zuvor durch die Angst blockiert. Oftmals sind es verschiedene Emotionen aus der Kindheit, die nach oben strömen und einen Nebel von negativen Gedanken und Emotionen erzeugen. Letztendlich ist Angst pure Energie, Shakti, und gerade intensive negative Gefühle weisen darauf hin, dass es eine kraftvolle Energie ist.

Yoga und Meditation können dir dabei helfen, die Symptome abklingen zu lassen. Du erfreust dich an mehr Kraft und Sicherheit im Leben. Du entspannst Körper und Geist auf sanfte Weise. Erdende Asanas wie die Tadasana oder der Krieger geben dir ein Gefühl von Stabilität und die Stellung des Kindes ein Gefühl von Geborgenheit.

Im Yoga spielt der Atem eine zentrale Rolle. Fast wie eine Geheimwaffe kann man ihn im alltäglichen Leben einsetzen. Er wirkt sich auf Körper, Nervensystem und Geist aus. Bei Stress atmen wir zb. eher falch in den Brustbereich hinein, doch gerade hier wäre tiefe Bauchatmung angesagt. Erhöhtem Puls und Angst kann man entgegen wirken indem man sich auf das Ausatmen konzentriert und dieses ausdehnt. Am besten man übt das, wenn man gerade nicht in einer Angstattacke steckt, um es dann gezielt und geübt im Akutfall einzusetzen. Vor allem Nadi Shodana, die Wechselatmung tut bei Angstzuständen gut, weil hier kurz und zügig eingeatmet und langsam ausgeatment wird. Außerdem werden beide Hirnhälften ausgegelichen. Diese Übung verhilft somit zu einem Gefühl von Ausgeglichenheit und Harmonie.

Es gibt also viele hilfreiche Wege der Angst zu begegnen und sie im Inneren anzuerkennen, denn nichts geschieht ohne Grund. Werde dir deiner Angstgefühle und der dazugehörigen Muster bewusst, transformiere sie und lasse los!